Wolfsberg, Barnsley, Dresden, Rapid. Die bisherigen Stationen des Kärntner Verteidigers Michael Sollbauer können sich durchaus sehen lassen. Nun hat sich der mittlerweile 35-Jährige bei Ried perfekt integriert, ist in der Startelf gesetzt und dirigiert mit Routine und Ruhe die Hintermannschaft. „Ich bin ganz bewusst zu Ried gewechselt. Der Verein hat Tradition, ein tolles Umfeld und ich habe mich mit dem Trainer, Maximilian Senft, immer schon hervorragend verstanden“, schwärmt Sollbauer von seinem Arbeitgeber. „Ich bin mit dem Ziel ins Innviertel gegangen, den Aufstieg zu schaffen. Dass wir dieses so schnell erreicht haben, ist natürlich sensationell.“ Der Abwehrmann aus Klein St. Paul hatte zuvor bewegte fünf Jahre hinter sich. Nach zehn Saisonen und mehr als 300 Pflichtspielen beim WAC folgte er dem Ruf aus England und wechselte im Winter 2020 in die dortige zweite Liga zum FC Barnsley. „Eine solche Chance muss man nützen“, erklärt Sollbauer. „Ich habe mich damals nicht gegen den WAC entschieden, sondern wollte einfach den nächsten Schritt in meiner Karriere wagen. Ich habe mich in Wolfsberg sehr wohl gefühlt, Europacup gespielt, aber ich würde es heute wieder genauso machen.“ Immerhin war Sollbauer auch in Barnsley für eineinhalb Jahre gesetzt, bis es zurück in die Bundesliga zu Rapid ging.
Kärntner Kicker in Ried
Michael Sollbauer: „Es war keine Entscheidung gegen den WAC“
Analyse.
Der routinierte Verteidiger Michael Sollbauer landete über Umwege bei der SV Ried, welche er als Kapitän in die Bundesliga führte. Am Samstag trifft er auf seinen Ex-Verein.
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