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Interview„Der KAC wird es schwer haben, Tore zu schießen“

Rauno Korpi war zwei Jahre Trainer beim KAC. Am Donnerstag treffen die Rotjacken in der Champions Hockey League auf seinen Stammverein Tappara Tampere.

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© KK/PRIVAT
 

Herr Korpi, Sie waren in Ihrer Karriere 18 Saisonen lang Trainer in Tampere und auch zwei Jahre beim KAC tätig. Was machen Sie derzeit?
RAUNO KORPI. Mittlerweile bin ich in Pension. Ich habe bereits 2000 meine Trainerkarriere beendet und arbeitete in den letzten Jahren für diverse finnische Firmen in den Bereichen Teambuilding und Unternehmensführung.

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Klagenfurt und verfolgen Sie noch den Werdegang der Rotjacken?
Ich habe in Klagenfurt viele nette Menschen kennengelernt und hatte zwei sehr schöne Jahre. Es war eine tolle Zeit. Auch jetzt schaue ich mir immer wieder einmal die Tabelle in der EBEL an. Über den Meistertitel heuer habe ich mich sehr gefreut. Vor allem auch für Petri Matikainen, der Ende der 80-er Jahre zwei Saisonen lang in meinem Team spielte.

Wie würden Sie Matikainen beschreiben?
Er war damals ein beinharter Verteidiger, der immer alles gegeben hat. Er stellte sich stets in den Dienst der Mannschaft und geniest auch jetzt als Trainer hohes Ansehen in Finnland.

Zur Person

Name: Rauno Korpi
Alter: 68 (25. Juni 1951)
Karriere: 18 Saisonen Assistant- bzw. Head Coach bei Tappara Tampere, von 1993 - 1995 beim KAC, 1999 - 2000 EV Zug (NLA), finnischer Nationalteamtrainer der Herren (1985-1987) und Damen (1996-1998)
Erfolge: 4-facher Meister in Finnland, WM- und Olympiabronzemedaille mit dem Damen-Nationalteam
Auszeichnungen: dreimal „Coach of the Year“ in Finnland


Mittlerweile gibt es in der EBEL nicht weniger als vier finnische Trainer. Auch viele Spieler drängen nach Europa. Wie ist das zu erklären?
Das ist für mich keine Überraschung. In den letzten Jahrzehnten haben der Verband und die Vereine sehr gut zusammengearbeitet. Der Nachwuchs wird konstant und sehr akribisch aufgebaut. Für die vielen starken finnischen Spieler und auch Trainer gibt es einfach zu wenig frei Plätze in unserer Liga, sodass viele ihr Glück im Ausland probieren.

Ihr Stammverein Tappara Tampere trifft am Donnerstag in der CHL auf den KAC. Was müssen sich die Rotjacken von dem Gegner erwarten?
Ich habe viel Kontakt zu Trainer Jukka Rautakorpi und schaue mir cirka 20 Spiele pro Saison an. Tappara ist eine äußerst disziplinierte Mannschaft, die vor allem defensiv sehr stark spielt. Der KAC wird Probleme haben, Tore zu schießen. Ich denke, dass die individuelle Qualität sicher für Tampere spricht.

Welchen Stellenwert hat die Champions Hockey League für Sie?
Es ist eine hochklassige Liga. Die Teams brauchen internationale Spiele, um sich weiterzuentwickeln und das Niveau zu erhöhen. Ich glaube, dass die CHL immer wichtiger und weiter wachsen wird. Wünschen würde ich mir, dass das Zuschauerinteresse in den nächsten Jahren steigt. Die Fans sollten endlich honorieren, dass hier die besten Teams in Europa zu sehen sind.

Kommentare (2)

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fans61
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2
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Ist eben "nur" Einhockey und nicht Fussball, denn

da rollt der Rubel, da hier das Interesse der Fans auch gegeben ist.
Der KAC bringt ja auch nur 2 mal die Halle im Grunddurchgang voll.
Eine Randsportart halt.

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hermyne
0
2
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Ha ha ha,

aber die Klagenfurter Strandbadkicker kriegen bei dem großen Interesse der Fans ihr Stadion voll!

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