Sage und schreibe sieben von acht Spielen konnten die Rotjacken im Dezember gewinnen, mussten sich lediglich bei den Graz99ers knapp im Penaltyschießen geschlagen geben. Vor allem die Siege zuletzt gegen Meister Salzburg (5:2) und den aktuellen Leader Bozen (3:0) bestätigten den aufsteigenden Trend des KAC eindrucksvoll. Da sollte das heutige Duell vor eigenem Publikum gegen Asiago eigentlich nur Formsache sein. Die bisherigen zwei Konfrontationen gingen zwar an Thomas Hundertpfund und Co, doch wurden beide mühevoll gewonnen.

Beim letzten 3:1-Heimsieg stand es bis zur 55. Minute 1:1 unentschieden, erst zwei späte Tore durch Raphael Herburger und Senna Peeters entschieden die Partie. Dazu kommt, dass die Italiener erst kurz nach Weihnachten Trainer Ron Fogarty nach acht Niederlagen in Folge entließen. Beim Debüt des neuen Coaches Giorgio De Bettin konnte Asiago prompt einen Punkt gegen Bozen holen. Den KAC erwartet also wohl eine bis in die Haarspitzen motivierte Mannschaft, die das Erreichen des Pre-Play-offs noch nicht abgeschrieben hat.

Die Rotjacken dürften diese Eckdaten natürlich kalt lassen, man wolle sich auf die eigenen Stärken besinnen und den Erfolgslauf gegen den Tabellen-Vorletzten freilich fortführen. „Ich glaube, wir sind als Mannschaft in den letzten Wochen noch enger zusammengerückt. Die guten Leistungen haben dafür gesorgt, dass wir noch verschworener wurden. Wir haben sozusagen den Groove gefunden, seither geht es für uns steil bergauf“, strotzt auch Goalie Florian Vorauer, der heute zu seinem fünften Saisoneinsatz kommt, nur so vor Selbstvertrauen: „Ich schaue von Spiel zu Spiel und will meine guten Leistungen gegen Bozen und Ljubljana natürlich bestätigen. Daher freue ich mich, dass ich gegen Asiago wieder den Start erhalte.“

Wesentlichen Anteil an der Siegesserie des KAC hat die deutlich verbesserte Defensivleistung in den letzten Wochen. In den acht Dezember-Partien kassierte man lediglich elf Gegentore, wodurch man sich in der Plus/Minus-Wertung auf den dritten Platz vorarbeiten konnte.

Neben den Langzeitverletzten Luka Gomboc und Johannes Bischofberger muss Trainer Kirk Furey, wie schon im Spiel gegen Bozen, weiterhin auf Abwehrchef Jesper Jensen Aabo sowie Steven Strong (erster Ausfall seit 151 Einsätzen) verzichten. Beide stehen aber bereits wieder im Off-Ice-Training und dürften in den nächsten zwei Wochen wieder zur Verfügung stehen und die Personalknappheit in der Defensive bald auflösen.