Die Dallas Stars konnten sich erst im vorletzten Spiel des NHL-Grunddurchgangs für das Play-off qualifizieren, schlugen sich jedoch im Conference-Viertelfinale gegen den haushohen Favoriten beachtlich gut. Nach drei Spielen lagen die Texaner sogar mit 2:1 in der Serie in Front, konnten schließlich in Spiel sechs mit einem 4:2-Heimsieg ein Entscheidungsspiel erzwingen.

Da lag Dallas vor 19.000 Zuschauern im Saddledome von Calgary durch Tore von Jamie Benn nach 40 Sekunden und Wladislaw Namestnikow (23.) zweimal in Führung. Die Flames schafften dank Tyler Toffoli (22.) und Matt Tkachuk (29.) jeweils den Ausgleich. In der 16. Minute der Verlängerung erzielte Johnny Gaudreau den Siegtreffer.

Der Villacher Michael Raffl, dessen Vertrag (1,1 Millionen Dollar) im Sommer ausläuft, erhielt im letzten Duell über 21 Minuten Eiszeit und teilte fünf Checks aus. In der gesamten Serie kam der Stürmer auf drei Punkte (2 Tore/1 Assist) und erntete für einen Fight gegen Calgarys Matt Tkachuk in Spiel eins viel Anerkennung.

Ob sein Kontrakt in Taxas verlängert wird, steht nicht fest, insgesamt wusste der 33-Jährige in dieser Saison (19 Punkte (9 Tore/10 Assists) durchaus zu gefallen, konnte, wie auch in Philadelphia, seine vielfältigen Rollen gut erfüllen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Stars den Zwei-Wege-Stürmer mit einem weiteren Vertrag ausstatten, ist durchaus gegeben. Raffl gilt als in der Kabine sehr beliebter Spieler, der sich in den Dienst der Mannschaft stellt und ist auch bei den Fans ein absoluter Sympathieträger. Gerade aufgrund seiner Leistungen gegen Calgary unterstrich er seine Wichtigkeit beim Stanley-Cup-Sieger von 1999.

Es ist aber auch durchaus möglich, dass sich Österreichs NHL-Export nach neun Saisonen in der besten Eishockeyliga der Welt (Philadelphia, Washington und Dallas) in Richtung Europa orientiert. Vereine in der Schweiz oder in Schweden würden den Routinier mit offenen Armen empfangen.

Die New York Rangers bezwangen die Pittsburgh Penguins mit 4:3 nach Verlängerung und treffen nun auf die Carolina Hurricanes. Zwei Russen machten für die Rangers im Madison Square Garden den Unterschied. Artemi Panarin traf im Powerplay in der 5. Minute der Verlängerung, Torhüter Igor Schesterkin wehrte 42 Torschüsse ab.