Tabellenplatz vier in der Winterpause klingt für Rapid zwar zu wenig, aber auch nicht katastrophal. Allerdings nur auf den ersten Blick, denn Titelverteidiger Salzburg an der Spitze ist bereits 15 Punkte entfernt, Sturm als Zweiter auch neun Zähler. Nach der Wahl von Alexander Wrabetz zum Präsidenten wurde die Führungsebene in Wien-Hütteldorf umgekrempelt. Als Sprecher der Geschäftsführung wurde Legende Steffen Hofmann installiert, vor dem Jahreswechsel wurde Markus Katzer als Sport-Geschäftsführer von der Vienna verpflichtet. Auch wenn er noch keinen Vertrag als Cheftrainer unterschrieben hat, eine Einigung aber kurz bevorsteht, wird Katzers Vorgänger Zoran Barisic bekanntlich an der Seitenlinie blieben. "Und wir kennen uns schon so lange, haben ein großes Vertrauen. In dieser Zusammenarbeit wird kein Blatt Papier zwischen uns passen", stellt Barisic klar.

Neo-Präsident Wrabetz zeigte sich erfreut über das sportliche Führungs-Trio. "Wir wollten ein Team, das schon früher zusammengearbeitet hat." Das hat man nun. Hofmann als Spielmacher und Katzer als kompromissloser Außenverteidiger spielten neun Jahre zusammen und gleichzeitig auch unter Barisic. "Jetzt war ich fast zehn Jahre weg, es fühlt sich wie eine Heimkehr an, in der Kabine kenne ich viele Gesichter, habe alleine mit fast dem ganzen Trainerteam auch zusammengespielt", sagt Katzer, der seinen großen Ehrgeiz wie folgt betont: "Als Spieler ging ich von Rapid noch zur Admira, da ging es verhältnismäßig um nix. Das war eine Zeit lang angenehm, auf Dauer fehlt einem aber der Kick."

Hofmann und Katzer kickten lange zusammen
Hofmann und Katzer kickten lange zusammen
© (c) GEPA pictures/ Marie Rambauske

Das Ziel ist klar, Rapid muss mindestens in die Top drei. "Wir wollen auch, dass alle hier gemeinsam Freude daran haben, wie gut und offensiv wir spielen", erklärt der Trainer auch seine Philosophie kurz und knackig. Hofmann ergänzt: "Wir haben jetzt einen Weg eingeschlagen, für den auch Markus der Beste ist, der Beste unter vier, fünf Kandidaten war." Warum trotz der großen Freundschaft der drei Herren kein Platz für Streit sein soll? "Weil persönliche Eitelkeiten ganz hinten angestellt werden", sagt Hofmann.

Fragezeichen um einige Personalien am Platz

Jetzt geht es um die Mannschaft, die im Zuge der Vorbereitung noch auf die Leistungsträger Thorsten Schick und Maxi Hofmann verletzungsbedingt verzichten muss. Bevor im Februar im Cup-Viertelfinale der WAC wartet, gilt es auch noch die Personalien Niklas Hedl und Leo Querfeld zu klären. Katzer: "Wir sind gewillt, diese Spieler zu halten und Gespräche zu führen." Was noch fehlt ist ein Co-Trainer im Team von Barisic und ein Wirtschafts-Geschäftsführer an der Seite von Katzer (Aufgabe: Kampfmannschaft) und Hofmann (Aufgaben: Nachwuchs und Aufbau Frauenteam).

Zum Thema Wintertransfers gab es keine klaren Angaben, gänzlich abgeneigt von der einen oder anderen Tätigkeit bis 31. Jänner zeigte sich Barisic aber nicht.