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Selbstkritik nach Niederlage„Wir haben uns naiv und dumm angestellt“

Der WAC zeigte sich gegen Tottenham zu spät auf Augenhöhe. Trotz guter Chancen sorgten Fehler in der Abwehr für die Entscheidung.

Wernitznig holte den Elfmeter heraus und hatte in dieser Situation den Anschlusstreffer um 2:3 auf dem Fuß © Meyer
 

Ein Abendessen gleich nach dem Spiel noch in der Kabine der Puskas Arena in Budapest, danach Heimfahrt mit Polizeieskorte bis zur heimischen Grenze. Zum Teil erst um fünf morgens waren die WAC-Akteure gestern daheim im Bett. Am Nachmittag ging es dann bereits wieder zum Training. Das enttäuschende Ergebnis im Hinspiel des Sechzehntelfinales in der Europa League gegen die Spurs aus Tottenham steckte noch in den Knochen.

„Wir waren in der ersten Halbzeit nicht auf dem Platz und haben uns bei den Toren zu naiv und zu dumm angestellt. Das waren Geschenke“, sagt Mittelfeldspieler Christopher Wernitznig. Diese Geschenke haben die Stars von Tottenham auch dankbar und vor allem eiskalt angenommen. Mit dem 0:3 nach 34 Minuten war die Partie dann bereits sehr früh so gut wie entschieden. Dem WAC gelang trotz guter Chancen kein Treffer aus dem Spiel heraus. 

Nach einer taktischen Umstellung zur Pause sorgte Wernitznig mit einem durch starkes Pressing erzwungenem Elfmeter-Foul an ihm und einem Schuss an die Querlatte nach Pass von Michael Liendl für Hoffnung auf eine Aufholjagd. „Liendi hat mich rufen gehört und im letzten Moment noch zu mir gespielt. Der Ball ist dann etwas gehoppelt, aber man kann ihn natürlich auch so machen. In manchen Situationen hat uns das nötige Spielglück gefehlt“, erzählt Wernitznig.

Vielleicht sei man vom Start weg auch etwas zu übermotiviert gewesen und habe in manchen Situationen die falschen Entscheidungen getroffen. Hinzu kommt die individuelle Klasse von Gareth Bale oder Lucas Moura, die bei ihren Toren zum 2:0 und 3:0 die WAC-Abwehr zu leicht ins Leere laufen ließen. „Wir sind aber sicher nicht in Ehrfurcht erstarrt“, hält Wernitznig fest.

Für Trainer Ferdinand Feldhofer war die defensive Leistung über das ganze Feld gesehen entscheidend für das klare Ergebnis. „Wir hatten über weite Strecken keinen Zugriff und dadurch auch keine Entlastung. Hinten war das gegen eine Mannschaft wie Tottenham zu wenig“, sagt der Cheftrainer.

Über Aufstiegschancen muss man nach einem 1:4 daheim nicht lange debattieren. Zudem „droht“ Tottenham bereits mit einem Zuwachs des ohnehin schon prominent aufgestellten Starensembles. Wie Trainer José Mourinho gleich nach dem Spiel ankündigte, dürfte der verletzungsbedingt nicht mit nach Ungarn gereiste Harry Kane (Marktwert 120 Millionen Euro) bereits am Wochenende in der Liga wieder fit sein. „Wenn Harry spielen kann, dann soll er auch spielen. Wir wollen immer mit der stärksten Mannschaft antreten“, sagt Mourinho.

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