Am Ende war es ein glücklicher Punkt für den KAC. Die Klagenfurter konnten gegen Bozen zwar lange die großen Chancen vereiteln und selber Druck aufbauen. Nach vielen vergebenen Chancen, Strafen und einem kapitalen Fehler unterlag man nach Verlängerung mit 1:2.
Dabei begann das Match für den KAC noch vielversprechend. Nach nur wenigen Minuten zeichnete sich ein Muster ab, das den Verlauf sehr berechenbar gestalten würde. Die Südtiroler hatten mehr vom Spiel, kamen aber nur selten gefährlich vor den KAC-Schlussmann Sebastian Dahm. Die Klagenfurter hingegen machten immer wieder mit schnellen Gegenstößen auf sich aufmerksam. Als nach einem insgesamt eher müden Anfangsdrittel die Rotjacken den Bann durchbrachen und unmittelbar nach Ablauf einer Strafe der zurückkehrende Jan Mursak seine Kollegen Mario Kempe und Mathias From perfekt in Szene setzte und Letzterer sehenswert zum 1:0 abschloss, wurde es immer wahrscheinlicher, dass dem KAC zum ersten Mal seit 2019 zwei Siege gegen Bozen in Folge gelingen würden. Doch ein entscheidender Faktor sollte diese Berechenbarkeit für den Rest der Partie nichtig machen. Dem KAC unterlief kurz vor Ende des Mitteldrittels ein folgenschwerer Fehler. In der Vorwärtsbewegung während eines Wechselvorgangs ging die Scheibe verloren, Bozen-Stürmer Luca Frigo lief alleine auf Dahm zu und umkurvte den bärenstarken Goalie in eleganter Manier zum 1:1-Ausgleich.
Im Schlussdrittel schien dem KAC nach gutem Start die Luft auszugehen. Die Bozener agierten immer entschlossener, schienen die drei Punkte mehr zu wollen, doch Dahm rettete seine Leute in die Verlängerung, in welcher in der letzten Minute alles Schlag auf Schlag ging. Erst vergab From, der sich zum alleinigen Führenden der Topscorer hätte schießen können, den Siegtreffer. Unmittelbar darauf machte es Bozen besser und Shane Gersich traf zwölf Sekunden vor dem Ende.