Würde die Leistungskurve der österreichischen alpinen Skidamen den direkten Weg zu den Weltmeisterschaften in Saalbach weisen, müssten die rot-weiß-roten Medaillenhoffnungen schon jetzt begraben werden. Aber die jahrzehntelange Erfahrung aus der Praxis zeigt, dass Großereignisse im Sport nicht selten eigenen Gesetzen unterworfen sind. Vom mäßigen Abschneiden der ÖSV-Läuferinnen bei den letzten Speed-Rennen vor der WM auf den Saisonhöhepunkt zu schließen, wäre daher höchst fahrlässig und auch nicht fair. Und außerdem ist die Besonderheit von Medaillenentscheidungen bei Weitem nicht die einzige Komponente für ein dem österreichischen Skigemüt zuträgliches Abschneiden beim nahenden Heim-Spektakel.