Der FC Salzburg hat im kommenden Jahr Großes vor sich und das liegt an den Verdiensten der Vergangenheit. Im Sommer darf die Mannschaft des einstigen Serienmeisters bei der groß aufgezogenen Klub-WM in den USA mitmachen, aber kurzfristig stehen europäische Angelegenheiten auf der Tagesordnung. In den kommenden drei Spielen der Champions League haben die Salzburger noch ausreichend Gelegenheit, sich auf fußballerische Weise auch aktuell wieder international positiv in Erinnerung zu rufen.

Paris St. Germain, Real Madrid und Atletico Madrid sind zu bespielen, und da gilt es, sich jener Tugenden bewusst zu werden, die den langjährigen österreichischen Paradeklub ausgezeichnet haben. Am Dienstag soll im Heimspiel gegen den französischen Top-Verein eine Überraschung gelingen, etwa nach dem Muster des Sieges gegen Feyenoord Rotterdam, mit dem nach zuvor drei punktelosen Partien auch kaum jemand gerechnet hatte.

25.000 Zuschauer

Die gemessen an den Salzburger Ansprüchen bisher so bescheidene Saison schlägt sich auch auf das Fan-Interesse nieder. Waren in den Jahren zuvor die 29.500 Tickets binnen kürzester Zeit vergriffen, bleiben in der Gegenwart bis zum Spielabend ein paar Tausend Plätze frei. 25.000 Zuschauer werden gegen PSG erwartet, das sieht Trainer Pep Lijnders jedoch durchaus nicht als Mangel, ganz im Gegenteil: „Ich bin wirklich zufrieden mit 25.000 Menschen im Stadion, das ist großartig“, meinte der Niederländer am Montag und legt seine Grundeinstellung offen: „Du musst darauf achten, was du hast und nicht auf das, was nicht da ist.“

Das muss auch für die Mannschaft gelten. Wer fehlt, das darf während der 90 Minuten keine Rolle spielen. Der Elf bietet sich eine günstige Gelegenheit, den zuletzt angedeuteten Aufwärtstrend zu bestätigen.  „Wir haben zuletzt gute Schritte in die richtige Richtung gemacht. Wir waren gut mit dem Ball, aber es ist noch Luft nach oben“, meinte Verteidiger Samson Baidoo. Und Lijnders versucht es mit zarter Zuversicht. „Mit den Qualitäten, die wir haben, können wir ihnen Probleme bereiten.“