Der Sommer ist bekanntlich die Gelsen-Zeit. Das Surren und der Stich einer Gelse ist unangenehm. Seit vielen Jahren gibt es in Europa viele Gelsen-Arten, die hier sonst nicht vorkommen. Diese Gelsen kamen mit dem Güter-Verkehr nach Kärnten. Unter Güter-Verkehr versteht man den Transport von Waren von einem Land ins andere. Dies geschieht dann mit einem Lastkraft-Wagen. Das sind LKWs. So werden zum Beispiel auch Bananen aus weit entfernten Ländern zu uns gebracht. Wegen diesen neuen Gelsen-Arten können sich auch viele exotische Krankheiten ausbreiten. Unter exotisch versteht man, wenn etwas fremdartig ist und von weither kommt.

Gelsen-Monitoring

Österreich nimmt an einem Gelsen-Monitoring der EU teil. Monitoring bedeutet auch Überwachung. Die EU ist die Europäische Union und ist ein Zusammen-Schluss von mehreren Staaten in Europa. Beim Gelsen-Monitoring werden Gelsen beobachtet und aufgeschrieben, die sonst nicht bei uns vorkommen. In Kärnten sind an 6 Orten Eigelege-Fallen aufgestellt worden. In einer Eigelege-Falle werden die Eier der Gelsen gesammelt. Dann kann man weiter untersuchen, woher die Gelsen kommen, die eingefangen wurden. Das sagt Christian Wieser vom Landes-Museum Kärnten. Diese Fallen gibt es in St. Veit, Klagenfurt und Villach.

Das Landes-Museum arbeitet dabei mit der AGES zusammen. Die AGES ist die Agentur für Gesundheit und Ernährungs-Sicherheit und arbeitet für den Schutz der Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen.

Die japanische Buschmücke
Die japanische Buschmücke
© James Gathany

In Österreich kommt die koreanische Busch-Mücke selten vor. Sie kommt aber in Kärnten vor. Die japanische Busch-Mücke gibt es dafür in ganz Österreich. Besonders oft kommen sie in der Steiermark und in Kärnten vor. Dort wurden sehr viele Eier dieser Mücken-Art entdeckt. Über die Anzahl der Eier in den Fallen zählt man die Mücken. Die asiatische Tiger-Mücke wird genau beobachtet. Diese Mücke ist am Tag aktiv und kommt aus Südost-Asien. Südost-Asien ist ein Teil von Asien. Asien ist ein großer Kontinent. Die Tiger-Mücke kann sich ihrer Umwelt gut anpassen.

Die heimische Stechmücke
Die heimische Stechmücke
© James Gathany

Gefährliche Virus-Erkrankungen

Die asiatische Tiger-Mücke ist ein Überträger von vielen gefährlichen Krankheiten. Zum Beispiel dem Dengue-Virus Chikungunya-Virus und dem Zika-Virus. Das sind Erkrankungen mit Fieber, Kopf und Gelenks-Schmerzen. Diese Krankheiten können auch tödlich sein. In Italien und Frankreich hat es schon Fälle dieser Krankheiten gegeben. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass sich diese Krankheiten auch in Österreich ausbreiten. Das sagt die die AGES. In Österreich traten der Dengue-Virus und der Chikungunya-Virus nur nach Reisen in ferne Länder auf.

Infektionen mit dem West-Nil-Virus gab es in Kärnten noch nie. Das West-Nil-Virus kann auch von Gelsen übertragen werden, die bei uns vorkommen. Das West-Nil-Virus ist eine grippeähnliche Erkrankung, Man bekommt Fieber, Schüttel-Frost und Glieder-Schmerzen.

Die Tiger-Mücke hat sich sehr schnell ausgebreitet. Viele Tiger-Mücken gibt es in Wien und Graz. Das sagt der Jahres-Bericht von 2021. In Kärnten wurde die Tiger-Mücke im Jahr 2022 zum 1. Mal nachgewiesen. Entdeckt wurden die Mücken an der Rast-Station in Grafenstein und beim Zoll-Amt in Arnoldstein. An Autobahn-Raststätten haben die Mücken die Gelegenheit die LKWs zu verlassen. Sie können sich aber dort meistens nicht ansiedeln, weil es dort kein Wasser zum Brüten gibt. Das sagt die AGES.

App für die Beobachtung

Die Bevölkerung kann bei der Beobachtung der Verbreitung der neuen Gelsen mithelfen. Dafür gibt es die App „Mosquito Alert“ (gesprochen: Moskito-Alört). Eine App ist eine Anwendung auf einem Mobil-Telefon. Mit der App kann man Fotos von Mücken an Experten senden. Die Experten schauen sich dann das Foto der Mücke genau an. Ein Experte ist jemand, der sich in einem bestimmten Bereich sehr gut auskennt. Es ist ganz schwer die verschiedenen Mücken voneinander zu unterscheiden. Für die Untersuchung von Stech-Mücken braucht man viel Erfahrung. Dafür braucht es Experten. Das sagt Wieser.

Einzig-artige Streifen

Die Tiger-Mücke schaut anders aus, als andere Gelsen. Sie fällt auf. Die Tiger-Mücke hat gesteifte Beine und einen gestreiften Hinter-Leib. Der weiße Streifen auf dem Rücken ist einzigartig.

Hier geht's zum Original-Bericht: