Einfache SpracheIn den Krankenhäusern in Kärnten gibt es Proteste

In den Krankenhäusern in Kärnten gibt es einen großen Personal-Mangel und die Mitarbeiter arbeiten zu viel. Deshalb gibt es Proteste.

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Betriebratsobmann Ronald Rabitsch erntete den Beifall der Kundgebungsteilnehmer ©  © Markus Traussnig
 

„Im Österreichischen Gesundheitswesen ist es fünf nach zwölf. Das Personal leidet an untragbaren Zuständen.“ Das sagt der Betriebsrats-Chef der Kabeg-Krankenhäuser Ronald Rabitsch bei einem Protest. Diesen Protest hat es am Mittwoch, 10. November, vor dem Krankenhaus in Klagenfurt gegeben. Damit möchte man sagen, dass sich im Gesundheits-Bereich endlich etwas ändern muss. Die Mitarbeiter in den Krankenhäusern arbeiten zu viel und sind überlastet. Auch in den anderen Kabeg-Krankenhäusern gab es solche Proteste. Die Kabeg ist ein Zusammenschluss vieler Krankenhäuser in Kärnten.  Ein Betriebs-Rat setzt sich für die Interessen der Mitarbeiter in einem Unternehmen ein.

Versammlung vor Klinikum

Aus diesem Grund hat es vor dem Klinikum in Klagenfurt einen Protest gegeben. Bei einem Protest treffen viele Menschen an einem Ort zusammen und setzen sich gemeinsam für ihre Anliegen ein. Dieser Protest war sehr wichtig. Man wird sehen, ob die Politik jetzt etwas an der Situation ändern wird.

Kurzer Protest

Der Protest hat nur 15 Minuten gedauert. Die Mitarbeiter haben es extra so kurz gemacht, damit sie genug Zeit für die Patienten haben. Davor hat es eine Presse-Konferenz gegeben. Hier ging es um andere Probleme im Gesundheits-Bereich. Bei einer Presse-Konferenz geht es darum, so viele Medien wie möglich über ein bestimmtes Thema zu informieren.

Viele weitere Probleme

Es wurde bei der Presse-Konferenz auch über die Überlastung an den Arbeits-Plätzen im Gesundheits-Bereich gesprochen. Es geht um die gesamten Berufe, die es im Gesundheits-Bereich gibt. Angefangen vom Putz-Personal bis zu den Ärzten. Das Pflege-Personal hat außerdem viele Überstunden. Deshalb hat es nur mehr wenig Freizeit.

Zu wenig Ärzte

Es gibt zu wenig Ärzte in Kärnten. Auch in den Krankenhäusern gibt es zu wenig Ärzte. Es gibt auch zu wenig Ausbildungs-Möglichkeiten.
Deshalb gibt es wenig neue Ärzte. Auch Corona hat die Situation noch schlechter gemacht. Auf den Intensiv-Stationen ist sehr viel los. Auf einer Intensiv-Station befinden sich Menschen, sie sehr schwer krank sind.

Betriebs-Rat setzt sich ein

Auch der Betriebs-Rat setzt sich für die Anliegen der Mitarbeiter im Gesundheits-Bereich ein. Sie haben einen Katalog mit Forderungen von den Mitarbeitern gemacht. Diese Forderungen werden an den Bund und das Land weitergeleitet. Darin geht es auch um die Ausbildungs-Angebote für Gesundheits-Berufe. Weitere Themen sind die Erholungs-Zeiten. Es geht auch um Dienst-Leistungen. Beispielsweise, das Putz-Personal selbst im Haus anzustellen.

Protest in Klagenfurt und Villach

Deshalb haben am 10. November fast 100 Mitarbeiter der Kabeg protestiert. Die Proteste haben in Klagenfurt und Villach stattgefunden. Waltraud Rohrer sagt, dass sich etwas ändern muss. Es wird dringend mehr Personal benötigt. Rohrer ist Vorsitzende vom Betriebs-Rat. Im Landes-Krankenhaus Villach ist seit Corona viel mehr los. Es ist fast nicht mehr zu schaffen.

Keine Energie mehr

„Die Kolleginnen und Kollegen können nicht mehr, deshalb stehen wir heute da, um gemeinsam unserem berechtigten Unmut Ausdruck zu verleihen.“ Das sagt der Vorsitzende vom Betriebs-Rat vom Landes-Krankenhaus Wolfsberg Karl-Manfred Pichler. Die Mitarbeiter haben keine Energie mehr. Das bedeutet, sie sind überlastet. Das wurde beim Protest mitgeteilt. Vom Landes-Krankenhaus Wolfsberg waren 150 Mitarbeiter dabei.

 

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