Jemand, der hasst, will zerstören. So sieht Philosoph Konrad Paul Liessmann ein gefährliches Phänomen unserer Gesellschaft. Der viele Hass, vor allem in den sozialen Medien, ist aber auch ein vielschichtiger Ausdruck dessen, was wir alle gemeinsam aktuell erleben. Es geht um Unsicherheit, um einfache Antworten und um die Lust an der Empörung, die uns scheinbar gut gefällt. In der Empörung kann man angenehm verweilen, da muss man nämlich keine Entscheidung treffen, sich also nicht für Lösungen einsetzen.