Bader hat in den vergangenen Wochen die beiden 18-Jährigen live beobachtet und lobt deren Entwicklung in höchsten Tönen. Kasper, im Juli vom NHL-Club Detroit Red Wings an Nummer acht gedraftet, spielt auch diese Saison beim schwedischen CHL-Champion Rögle, heuer aber auf Wunsch der Red Wings als Center.

"Er hat nochmals einen Riesenschritt gemacht. Man kann fast von Woche zu Woche sehen, wie er sich steigert. Er hat das ganze Paket, hat gute Hände, ist läuferisch stark, ist körperlich stark, gewinnt Zweikämpfe, spielt frech", erklärte Bader. Während der Klagenfurter schon in der vergangenen Saison groß aufgezeigt hat, hat sich Reinbacher in dieser noch jungen Saison beim EHC Kloten ins internationale Rampenlicht gespielt.

"Er hat eine regelrechte Entwicklungsexplosion", meint Bader. Der Vorarlberger hat sich beim Schweizer National-League-Aufsteiger in der Hierarchie in kurzer Zeit hochgespielt, kommt mittlerweile auch im Powerplay zum Einsatz und erhält oft die meiste Eiszeit. Das ist auch in Nordamerika nicht unbemerkt geblieben. Reinbacher wird im NHL-Draft kommendes Jahr für die zweite oder dritte Runde gehandelt, Scouts fliegen oft nur wegen ihm in die Schweiz und werden auch in Krefeld auf der Tribüne erwartet. "Ich bin gespannt, wie sich die zwei in der nächsten Woche präsentieren", sagte Bader.

Der Teamchef hat viele routinierte Spieler nominiert, nicht dabei sind aber unter anderem die Brüder Thomas und Michael Raffl, Dominic Zwerger oder Peter Schneider sowie in der Verteidigung Clemens Unterweger, Steven Strong oder WM-Entdeckung Philipp Wimmer, der seit Monaten pausieren muss. Diese sollen, falls fit, beim Lehrgang im Februar dabei sein, in den Dezember-Spielen gegen Ungarn wird eine U25 aufgeboten werden.

Da seine etatmäßigen Co-Trainer Philipp Lukas und Markus Peintner während der Saison nicht zur Verfügung stehen, wird Bader in Deutschland von Alexander Mellitzer und Harald Lange sowie Tormanntrainer Reinhard Divis unterstützt.

Erfreut zeigt sich der Schweizer aber auch über die neue Kaderregelung der heimischen ICE-Liga, wonach die Anzahl der Legionäre seit heuer auf zehn begrenzt ist. Noch in der Vorsaison waren bis zu 13 Legionäre möglich. "Bei einigen Vereinen sieht man, dass sie Österreichern mehr Eiszeit geben, diese Spieler profitieren auch davon. Es ist die Tendenz, dass es mehr und mehr wird", erklärte Bader, der eine Begrenzung schon seit Jahren gefordert hatte.

"Da ist uns ein großer Wurf gelungen. Wir haben genug junge Spieler, wir müssen ihnen die Möglichkeit geben, ihr Bestes zu bringen. Diese Regelung ist ein Meilenstein", meinte Verbandspräsident Klaus Hartmann zu den erfolgreichen Verhandlungen mit der ICE-Liga. Der Kärntner hofft aber auf weitere Schritte zur Förderung der heimischen Spieler. "Es gibt den gemeinsamen Willen, diese Anzahl noch nach unten zu bekommen", sagte er. Alle zwei Jahre wird es eine Evaluierung geben.

In dem Vertrag zwischen Verband und Liga ist auch eine neue Transferregelung festgelegt, die allerdings noch in der Phase der Feinjustierung ist. Das nach Vorbild der Schweiz implementierte Ausbildungskosten-Entschädigungssystem (AKES) soll "im wesentlichen die Nachwuchsarbeit professionalisieren und Vereine, die eine qualitative Nachwuchsausbildung leisten, belohnen", betonte Hartmann. Noch wird an Details gefeilt, ab nächster Saison sollen aber auch Geldflüsse stattfinden und damit das aktuelle Ablösesystem ersetzen. Zur Verbesserung der Nachwuchsarbeit wurde zudem der Posten eines Ausbildungs- und Entwicklungsleiter Nachwuchs (AELN) geschaffen.

Sorgen bereitet dem Verband aktuell die Energiekrise, die pro Halle Mehrkosten von 100.000 bis 150.000 Euro ausmachen können. "Da müssen wir viel Lobbying leisten, um diese Kosten großteils ausgeglichen zu bekommen", sagte Hartmann.