Gegner im Finale ist nun Titelverteidiger HC Hard, das erste von drei möglichen Spielen der Finalserie findet am Samstag (20.20 Uhr/ORF Sport+) in Vorarlberg statt. Tragischer Held war Fivers-Leistungsträger Marc-Andre Haunold, der zwar mit 14 Toren überlegen bester Werfer des Spiels war, aber zweimal im Siebenmeterschießen vergab. Für die Kremser überzeugte Marko Simek mit sieben Treffern und Sicherheit beim entscheidenden Siebenmeter.

"Ich bin sprachlos und unendlich glücklich", sagte der Kremser Jakob Jochmann im ORF: "Das war heute ein Kampf, es wollte nicht aufhören." Fivers-Flügelspieler Eric Damböck war "extrem traurig", die Kremser hätten "das Glück auf ihrer Seite" gehabt.

In der ersten Spielhälfte erwischten die Fivers lautstark angefeuert von ihren Fans den besseren Start. Über weite Strecken hielt die Mannschaft von Trainer Peter Eckl einen Drei-Tore-Vorsprung. Allerdings brachte die Wachauer eine Rote Karte gegen Fivers-Routinier Markus Kolar nach einem Griff ins Gesicht von Jochmann wieder zurück ins Spiel. Wenige Sekunden vor der Pausensirene gelang den Gästen der Ausgleich zum 13:13.

Nach dem Seitenwechsel waren die Fivers wieder äußerst effizient und zogen schnell auf 19:16 (37.) davon. In der Folge kamen die Kremser aber wieder heran und glichen zum 21:21 (44.) aus. Kurz darauf gingen sie erstmals in Führung. Es entwickelte sich ein unheimlich spannender wie offener Schlagabtausch auf Augenhöhe, Haunold vergab fünf Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit mit einem Wurf an die Stange den Matchball.

In der zehnminütigen Verlängerung gingen die Wiener erst mit zwei Toren in Führung, doch die Kremser glichen in einer chaotischen Schlussphase auf 33:33 aus. In der zweiten Verlängerung sahen die Kremser wie der Sieger aus, allerdings gelang den Fivers wenige Sekunden vor Spielende der erneute Ausgleich. Auch beim Siebenmeterschießen schenkten sich beide Teams nichts.