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Überraschungs-Finale beim Upper Austria Ladies in Linz

Der erste Sieg einer Italienerin bei der 28. Auflage des Upper Austria Ladies in Linz oder der erste WTA-Titel überhaupt für eine russische Qualifikantin. Das ist die Ausgangslage nach den Semifinal-Spielen des mit 250.000 Dollar dotierten einzigen WTA-Turniers in Österreich. Die letzte verbliebene Gesetzte, Camila Giorgi (ITA-5), bekommt es am Sonntag (14.00) mit Jekaterina Alexandrowa zu tun.

© APA (AFP/Archiv)
 

Giorgi besiegte im ersten Halbfinale die Belgierin Alison van Uytvanck nach 104 Minuten mit 6:3,6:4. Sie hat mit Linz noch eine alte Rechnung offen, schließlich hatte sie schon vor vier Jahren das Endspiel in der TipsArena erreicht. Damals musste sich die kleine Italienerin mit dem großen Kampfgeist aber der Tschechin Karolina Pliskova beugen.

"Das war ein wirklich gutes Match und am Ende war es sehr eng", meinte Giorgi noch auf dem Platz. Bei der Pressekonferenz hörte sich das dann etwas anders an. "Ich habe so schlecht gespielt. Ich habe nichts gemacht, wie es geplant war, ein Desaster", sagte die Italienerin lachend zu ihrem Spielplan gegen Van Uytvanck befragt. Sie sah aber das Gute darin. "Manchmal ist es zumindest besser, wenn man gewinnt und schlecht spielt, als zu verlieren, wenn man gut spielt." Nun möchte sie in ihrem fünften Finale ihren zweiten Titel nach Hertogenbosch 2015 holen.

Später sorgte Alexandrowa beim 0:6,6:4,6:0 für eine nicht mehr erwartete Wende: Andrea Petkovic war fulminant in ihr drittes Saison-Halbfinale nach Guangzhou und Washington gestartet. Nach einem eindrucksvollen 6:0 deutete bereits alles auf ihre erstes WTA-Tour-Finale seit 2015 (Titel in Antwerpen) hin. Doch dann legte Alexandrowa einerseits ihre Nervosität ab und steigerte sich, bei Petkovic kam indes zusehends Sand ins Getriebe.

Der 23-jährigen russischen Außenseiterin gelang gegen die 31-Jährige, die zum Auftakt mit dem Sieg über die topgesetzte Weltranglisten-Neunte Julia Görges überrascht hatte, der Satzgleichstand. Im dritten Satz stellte Alexandrowa schnell die Weichen zum Sieg, und der kuriose Spielverlauf gipfelte mit einem Ass beim Matchball zum 6:0.

"Es ist unglaublich, ich habe in der Qualifikation gespielt und stehe jetzt im Finale", freute sich Alexandrowa. "Als ich die Auslosung gesehen habe, habe ich gedacht, ich verliere in der ersten oder zweiten Runde." Im Spiel gegen Petkovic habe sie nach dem 0:6 im ersten Satz ihr erstes Game gewonnen. "Da ist mein Selbstvertrauen zurückgekommen und ich bin immer besser geworden. Ich spiele gerne in der Halle. Und bei diesem Turnier mag ich alles", streute die Russin den Veranstaltern Rosen.

Alexandrowa, die in Prag lebt und trainiert, wird sich nach dem Erreichen ihres Endspiels auf jeden Fall wieder in den Top 100 wiederfinden. Gegen Giorgi hat sie bisher einmal gespielt, die Italienerin hatte sich 2016 im Kattowitz-Achtelfinale in drei Sätzen durchgesetzt. Und Giorgi wird in jedem Fall ihr bisher bestes Ranking (30.) toppen und erstmals einen Zweier voranstehen haben. Die Linz-Gewinnern wird 280 Punkte und einen Siegerscheck in Höhe von 43.000 Dollar (37.152,24 Euro) erhalten.

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