Rapid strebt auch ohne den vollen Fan-Support den dritten Heimsieg am Stück gegen Salzburg an, das wiederum seit zehn Liga-Spielen ungeschlagen ist. Beide Mannschaften haben durch die Punkteteilung das Führungsduo Sturm und Austria wieder im Blick: Die drittplatzierten Salzburger rechnen sich im Titelkampf bei derzeit vier Zählern Rückstand wieder einiges aus, Rapid auf Rang fünf fehlen zwei Punkte mehr. Rapid hatte erst auf dem letzten Drücker den Platz in der Meistergruppe sichern können. Salzburg ist in der Vergangenheit immer mit einem Sieg in die Meistergruppe gestartet.
An die zuletzt guten Spiele gegen den einstigen Serienmeister aus Wals-Siezenheim will man anknüpfen, im Falle eines vollen Erfolgs würde Rapid am Vizemeister vorbeiziehen. Die Änderungen in Salzburg unter Trainer Thomas Letsch sind Rapid-Trainer Robert Klauß nicht verborgen geblieben. "Sie haben Stabilität zurückbekommen", so Klauß.
In Hütteldorf will die Letsch-Truppe ihren Titelanspruch untermauern. "Der Bewerb ist spannend wie noch nie und es gibt dabei keine einfachen Spiele. Gleich der Auftakt bei Rapid ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, ein Klassiker, der immer etwas Besonderes ist. Mit einem Erfolgserlebnis könnten wir natürlich ein Ausrufezeichen setzen", meinte Letsch.
Sturm trifft auf "Angstgegner" WAC
Tabellenführer und Titelverteidiger Sturm Graz startet in der Meistergruppe beim "Angstgegner" WAC. Die viertplatzierten Kärntner haben zuletzt zweimal 3:0 gegen den Fußballmeister gewonnen, Trainer Dietmar Kühbauer rechnet jetzt jedoch mit stärkerer Gegenwehr. "Das ist ein Spiel, wo wir den Favoriten auf die Meisterschaft vor der Türe haben", sagte Kühbauer.
Der WAC ist das einzige Team, gegen das Sturm Graz in dieser Saison weder gepunktet noch einen Treffer erzielt hat. Das soll sich an diesem Wochenende ändern. "Wir haben die Länderspielpause gut genutzt, das bisherige Frühjahr analysiert und unsere Schlüsse daraus gezogen", verriet Sturm-Trainer Jürgen Säumel.
Die Wiener Austria fühlt sich für die Erntezeit gerüstet, mit Titelansagen halten sich die Violetten aber trotz Double-Chance nobel zurück. "Es ist vieles möglich, oder auch gar nix", erklärte Sportdirektor Manuel Ortlechner vor dem Meistergruppen-Auftakt des Tabellenzweiten bei Blau-Weiß in Linz schlicht.
Austria will nichts von einer Pflichtaufgabe hören
Erwartet wird zum Auftakt von den Veilchen ein Auswärtssieg. Blau-Weiß als Pflichtaufgabe zu bezeichnen, verbat sich Trainer Stephan Helm. "Es wäre sehr vermessen, von einer Pflichtaufgabe zu sprechen. Blau-Weiß Linz hat es sich verdient, Teil der Top sechs nach 22 Runden zu sein."
Das Erreichen der Meistergruppe bezeichneten die Linzer als "größten Erfolg der Vereinsgeschichte". In Oberösterreich ist nun von Bonusspielen die Rede. "Wir können jetzt ohne den ganz großen Druck in die Spiele gehen", sagte Trainer Gerald Scheiblehner. "Wir spüren das Kribbeln, freuen uns, dass es losgeht", meinte Scheiblehner.