Sammlungsleiterin Christiane Kuhlmann, die die Schau gemeinsam mit dem österreichischen Modedesigner Arthur Arbesser kuratiert hat, bezeichnet "Look" als "Panorama der Blicke auf das Weibliche", wobei sich vor allem der Blick der vorwiegend männlichen Künstler von Klimt und Schiele über Warhol und Klein bis hin zu den Designs großer Modezaren wie Yves Saint Laurent und Christian Dior niederschlägt. Dieses Umstands ist man sich bewusst, weshalb sich im zweiten Obergeschoß auch - meist erst in den vergangenen zwei Jahren angekaufte - Arbeiten von Birgit Jürgenssen, Gudrun Kamp oder Michèle Pagel finden. Dennoch betont Kuhlmann, dass es immerhin eine Frau gewesen sei, die diese Frauenbildnisse gesammelt habe, die Arbeiten könnten auch als "erweitertes Porträt der Sammlerin" verstanden werden.
Kultur
Heidi Horten Collection widmet sich in "Look" Kunst und Mode
"Look" wie das Aussehen, aber auch "look" wie der Imperativ des Schauens: Mit der ersten Themenausstellung nach der Eröffnungsschau, in der vor allem die Architektur im Zentrum stand, widmet sich die Heidi Horten Collection dem Bild der Frau und dem Blick auf Frauen in der Kunst. Die kurz nach der Eröffnung verstorbene Sammlerin selbst ist nicht zuletzt durch die inhaltliche Verquickung mit Haute Couture sehr präsent, was "Look" auch zu einer bewussten Hommage macht.
© APA