Wie man harte Gitarren und den lockeren Hüftschwung des Rock'n'Roll zusammenfügt, zeigten die Dänen Volbeat: Sänger Michael Poulsen und seine drei Kollegen sind mittlerweile alte Bekannte am Nova Rock, wo sie in regelmäßigen Abständen den Headliner-Slot besetzen dürfen. "Es ist lange her", meinte Poulsen zum Publikum. "Ihr schaut alt aus - und ich auch!" Aber Alter schützt ja bekanntlich nicht vor Torheit, insofern war dem ausgelassenen Headbanging keine Grenzen gesetzt, selbst wenn Volbeat keine Novitäten servierten, sondern lediglich einen Streifzug durch die Rock'n'Roll-Historie lieferten.
Kultur
Volbeat und Deichkind wirbelten beim Nova Rock Staub auf
Angesichts des Regens der vergangenen Tage hielt man es zwar kaum für möglich, aber am dritten Nova Rock-Tag kehrte der Staub auf die Pannonia Fields zurück: Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich die Fans von Beginn an vor den Bühnen, feierten mit The Offspring, sangen mit Seiler und Speer oder übten sich im politischen Protest bei der ukrainischen Band Jinjer. Zu späterer Stunde gab es dann einen Exkurs in dadaistischem Pop mit Deichkind. Ein bunter Tag also.
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