2015 hat die Journalistin Shelly Kupferberg auf einem Dachboden in Tel Aviv in alten Koffern ihres Großvaters, des 1919 in Wien geborenen Historikers Walter Grab, Unterlagen über ihren Urgroßonkel Isidor gefunden. Auf diesem Dachboden lassen auch Stölzl und seine Co-Bearbeiterin Caroline Bruckner die Geschichte beginnen und enden, mit großer Ruhe erzählt von Lilith Häßle und Itay Tiran.
Wien
Ein jüdisches Leben in Wien: "Isidor" im Akademietheater
Am Ende geht es nicht um Besitz, Einfluss, Anstand und Ansehen, sondern ums nackte Überleben. Und weil man um das schlimme Ende weiß, passen die nackten Feuermauern, vor denen Regisseur Philipp Stölzl - sonst opulenter Ausstattung nicht abgeneigt - die Geschichte von Kommerzialrat Isidor Geller erzählt, von Anfang an ausgezeichnet. Die Uraufführung von "Isidor" am Samstag im Akademietheater blieb zwar ohne Überraschung, aber nicht ohne Wirkung.
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