Besonders herzlichen Schlussapplaus erhielten Regisseur Kirill Serebrennikov und Autor Wladimir Sorokin. Die beiden mittlerweile im Exil lebenden Künstler gelten als scharfe Kritiker des russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin, der wenige Stunden zuvor mit seinem Gipfeltreffen in Alaska als Kriegsherr sein erfolgreiches Comeback auf der Bühne der Weltpolitik geben durfte. Die spezielle Russland-Connection verdankt sich der entlassenen Schauspielchefin Marina Davydova, die als eine der frühesten Förderinnen von Serebrennikov gilt und auch mit einem Essay über ihn im Programmheft vertreten ist.
Salzburg/Hallein
Sorokins "Schneesturm" trotzte in Salzburg der Sommerschwüle
Im Zuschauerraum lief die kühlende Lüftung auf Hochtouren, um die Schwüle dieses heißen Sommerabends aus der ehemaligen Salinenhalle der Perner-Insel zu vertreiben, auf der Bühne taten August Diehl und Filipp Avdeev ihr Möglichstes, um zähneklappernd den drohenden Erfrierungstod darzustellen: Das war die ziemlich absurde Situation, die sich am Samstagabend bei "Der Schneesturm" bot. Die letzte Schauspielproduktion der Salzburger Festspiele 2025 wurde am Ende lange gefeiert.
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