Sie fordere nicht nur zu Wachsamkeit gegenüber faschistoiden Entwicklungen auf, sondern auch zum "individuellen und kollektiven Entgegentreten den Nashörnern von heute gegenüber". "Kasimir und Karoline" von Ödön von Horváth folgt mit seiner Premiere am 27. November, ebenfalls im Phönix-Saal. Das Volksstück von 1932 mache mit bitterer Klarheit die untrennbare Verknüpfung von Liebe, sozialer Unsicherheit und Abstiegsängsten sichtbar. Inszeniert wird das Stück von Bernd Liepold-Mosser.

Krasanovsky-Uraufführung im Februar

"Wölfe, Lämmer, Polaroids" von Autor und Regisseur Josef Maria Krasanovsky bringt am 19. Februar 2026 Hochaktuelles zur Uraufführung. Inspiriert von Karl Kraus' "Die letzten Tage der Menschheit" setzt sich dieses Auftragswerk mit dem Zustand von Gegenwart und Gesellschaft auseinander. Mit "Nino" von Rébecca Déraspe bringt das Theater Phönix im April 2026 die deutschsprachige Erstaufführung von "Nino", eine bitterböse Komödie über Rollenklischees, elterliche Ideale und gescheiterte Kommunikation auf die Bühne.

Mit der über zwei Spielzeiten angelegten Veranstaltungsreihe unter dem Titel "Die sieben Todsünden" entstehen sieben sehr unterschiedliche Abende zum Thema, vor allem was Inhalt aber auch die Form angeht. Mit "Hochmut" startet die Serie am 31. Oktober 2025, "Wollust" folgt am 11. November. In einer möglichen Zukunft spielt schließlich das Episoden-Hörspiel "Tell me about it", das eine für das Publikum begehbare Erzählung aufbereitet und von einer Gesellschaft handelt, die sich angesichts der Umweltzerstörung dazu entschied, ein gutes Leben für alle zu ermöglichen.