"Die FPÖ ist in keiner Regierungskonstellation tragbar, schon die Aussicht, sie könnte regieren, führt dazu, dass sie sich offen für Zensur ausspricht", heißt es in dem Schreiben, das von rund 150 Kunst- und Kulturschaffenden unterzeichnet wurde. Neben kritischen Medien würden auch Kunst und Kultur zu den "seit 30 Jahren gepflegten Feindbildern der FPÖ" gehören. "Dass sie davon die Volkskultur ausnimmt, hat sich die Volkskultur nicht verdient."
Wien
Kunstszene fordert Verhandlungsende zwischen FPÖ und ÖVP
Die Kritik an den Koalitionsverhandlungen zwischen FPÖ und ÖVP reißt nicht ab: Am Freitag haben sich zahlreiche Kulturschaffende in einem offenen Brief zu Wort gemeldet und fordern ein "sofortiges Verhandlungsende" zwischen FPÖ und ÖVP. Zu den Unterzeichnern gehören Schauspieler Cornelius Obonya, Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek oder Filmemacherin Ruth Beckermann. Auch die Kunstunis äußerten sich in einem "Memorandum" kritisch.
© APA/KLAUS TITZER