Nur eine lebensgroße Madonnenfigur erinnert in der vollgeräumten Kulisse aus Holzwänden und Türen daran, dass der erste Akt in einer Kirche spielt. Hier arbeitet der Maler Mario Cavaradossi an einem Bild, hier macht ihm seine Geliebte, die Sängerin Floria Tosca, eine Eifersuchtsszene, hierher flüchtet der Häftling Angelotti, dem Cavaradossi weiterhilft. Ständig präsent ist am Bühnenrand Toscas Künstlergarderobe, in der bedeutungsschwanger ein rotes Kleid hin- und hergeräumt wird.
Klagenfurt
Starke Stimmen retten schwache "Tosca" in Klagenfurt
Regisseur Immo Karaman, der in Klagenfurt schon für herausragende Produktionen wie "Koma" von Georg Friedrich Haas oder Schostakowitschs "Lady Macbeth von Mzensk" verantwortlich war, enttäuschte mit einer nur teilweise originellen Inszenierung von "Tosca". Die US-Sopranistin Shelley Jackson und Alexandros Tsilogiannis als Cavaradossi wurden bei der Premiere am Donnerstag hingegen begeistert gefeiert.
© APA/Stadttheater Klagenfurt