Der 66-Jährige weiß mit den gewaltigen Dimensionen der Felsenreitschule umzugehen, wo die Dialogoper nach Dostojewskis gleichnamigem Roman im Rahmen der Festspiele überraschenderweise positioniert wurde. Denn letztlich ist das Libretto rund um den fiktiven Casinoort Roulettenburg, in dem der junge Hauslehrer und Spielsüchtige Alexej mit den ihn flankierenden Figuren zwischen Erwartung und Enttäuschung changiert, eher als Kammerspiel denn als großes Musiktheater gesetzt.