In Wien hat der Betriebsrat von "Bildung im Mittelpunkt" (BiM), das an 142 öffentlichen Volksschulen den Freizeitteil gestaltet, für 15 Uhr zur öffentlichen Betriebsversammlung am Stephansplatz und anschließendem Demomarsch zum Bildungsministerium aufgerufen. 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, waren - unterstützt von Eltern und Kindern - dem Aufruf nach Angaben von Polizei und Veranstaltern gefolgt. Die Reform brächte eine Verschlechterung nicht nur für die Freizeitpädagoginnen und -pädagogen selbst sondern für das gesamte pädagogische Berufsfeld, warnten die Demonstrierenden. "Wir sind keine Assistentinnen, wir sind eine eigene Profession!", betonte die "BiM"-Betriebsratsvorsitzende Selma Schacht, die weiteren Widerstand gegen die geplante Reform ankündigte. Eine Aktionswoche ab dem 12. Juni wird gerade vorbereitet.
Innenpolitik
Rund 2.000 bei Freizeitpädagogen-Demo gegen Reform
Am heutigen Donnerstag haben in Wien und Salzburg die Freizeitpädagogen gegen eine geplante Reform ihres Berufsbildes demonstriert. Ein noch im Diskussionsstadium befindlicher Gesetzesentwurf des Bildungsministeriums sieht vor, dass sie zu "Assistenzpädagogen" werden, auch im Lernteil ganztägiger Schulformen eingesetzt werden und in ein anderes Gehaltsschema wechseln. Matura soll Voraussetzung für die Ausbildung werden, deren Dauer dafür halbiert werden soll.
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