Österreich hat die Konvention, die die fachliche Klagsverband-Geschäftsführerin Theresa Hammer als "frauenpolitischen Motor" bezeichnete, 1982 ratifiziert und wird nun zum zehnten Mal von der UNO überprüft. Es gehe dabei um den Abbau jeglicher Geschlechterdiskriminierung und Themen wie Altersarmut, politische Repräsentation, Gewaltschutz sowie sexuelle und reproduktive Rechte, so Hammer. Eine Arbeitsgruppe der UNO werde Ende Februar tagen und anschließend einen Fragenkatalog an Österreich übermitteln. Der Schattenbericht soll die UNO dabei unterstützen, möglichst treffsichere Fragen zu stellen und außerdem eine Ergänzung und kritische Korrektur der offiziellen Berichte Österreichs sein.
Wien
UNO-Frauenrechtskonvention - NGOs sehen Handlungsbedarf
Laut zahlreichen NGOs setzt Österreich die UNO-Frauenrechtskonvention (CEDAW) nur unzureichend um. Bei einer Pressekonferenz forderten vier Organisationen von der nächsten Regierung u.a. Maßnahmen, die sich gegen den Gender-Pay-Gap, die ungleiche Aufteilung von Sorgearbeit und Gewalt an Frauen richten. Der Klagsverband bringt am Mittwoch anlässlich der Staatenprüfung Österreichs einen NGO-"Schattenbericht", an dem 34 Expertinnen und Experten mitgewirkt haben, bei der UNO ein.
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