Der völlige Brutausfall sei eine direkte Folge des beispiellosen Verlusts an Meereis, der in den vergangenen Jahren in der Region aufgrund des Klimawandels zu verzeichnen war, heißt es in einer Mitteilung zur Studie. Die in der Fachzeitschrift "Communications Earth & Environment" veröffentlichten Ergebnisse untermauern dem Team um Peter Fretwell zufolge Vorhersagen, wonach bei andauernder Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts 90 Prozent aller Kaiserpinguin-Kolonien so gut wie ausgestorben sein dürften.
Chronik
Eisschwund hat katastrophale Folgen für Kaiserpinguine
Kaiserpinguine leiden offenbar massiv unter dem Verschwinden von Meereis in der Antarktis. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des British Antarctic Survey führte das starke Schmelzen des Eises im vergangenen Jahr zum Tod aller Küken in vier von fünf Kolonien in der Bellingshausensee. Satellitenbilder zeigten demnach, dass die von Pinguinen als Brutstätten verwendeten Eisflächen verschwunden waren, bevor die Küken ihr wasserdichtes Gefieder ausbilden konnten.
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