Ebenso tragen 16 Prozent der konventionellen Pflanzenschutzmittel Warnhinweise über mögliche Schäden für das ungeborene Kind, den Verdacht auf Karzinogenität oder akute tödliche Wirkungen - bei den Pestiziden mit Bio-Zulassung lag der Wert bei null. Die Festlegung von ernährungs- und arbeitsmedizinischen Richtwerten hielt die EFSA bei 93 Prozent der konventionellen, aber nur bei sieben Prozent der natürlichen Wirkstoffe für angebracht. Als Maßstab für den Vergleich dienten die von der EU-Chemikalienagentur (ECHA) festgelegten Gefahrenklassifizierungen des Global Harmonisierten Systems (GHS) sowie die von der EU-Behörde für Ernährungssicherheit (EFSA) im Zulassungsverfahren festgelegten ernährungs- und arbeitsmedizinischen Richtwerte.
Chronik
Synthetische Pestizide eindeutig gefährlicher als natürliche
Im Auftrag des Europäischen Dachverband der Biolandwirtschaft "IFOAM Organics Europe" hat Global 2000 Unterschiede zwischen Pestiziden der konventionellen Landwirtschaft und jenen in der Biolandwirtschaft erlaubten analysiert. Eines der Ergebnisse: 55 Prozent der 256 der meist synthetischen Pestizidwirkstoffen tragen Hinweise auf Gesundheits- oder Umweltgefahren; bei den 134 natürlichen Wirkstoffen, die (auch) in der Biolandwirtschaft erlaubt sind, sind es nur drei Prozent.
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