Für den neuen rot-weiß-roten "Cubesat" mit der Abkürzung "PRETTY" (Passive REflectometry and DosimetrY) zeichnen die Wiener Weltraumfirma Beyond Gravity (vormals Ruag Space), die Technische Universität (TU) Graz und die Seibersdorf Labor GmbH hauptverantwortlich. Laut Uni-Angaben soll das Gerät am 9. März an Bord einer "Vega C"-Rakete von europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana abheben. Nachdem am 21. Dezember der erste kommerzielle Start der neuen Trägerrakete aber schief gelaufen ist, steht hinter den nächsten Aktivitäten damit nun ein Fragezeichen. Schafft es "PRETTY" ins All, soll der neue Kleinsatellit präzise Höhenmessungen, etwa von Gletschern und Meereswellen, und Untersuchungen der Strahlung im erdnahen Weltraum vornehmen. Zur Anwendung komme hier ein neues Messverfahren, so Beyond Gravity Austria-Geschäftsführer Manfred Sust.
Chronik
Raumfahrt will 2023 zum Mond, Austro-Satellit in Orbit
Nach der geglückten Rückkehr der unbemannten "Orion"-Kapsel der NASA-Mondmission "Artemis 1" zum Jahresende auf die Erde, geht die Rück-Erschließung des Erdtrabanten auch 2023 weiter. Vor allem private Firmen drängen weiter in diese Richtung. Die Europäische Raumfahrtagentur ESA möchte gegen Jahresende endlich ihre neue Trägerrakete Ariane-6 abheben sehen und lässt ihre neuen Astronauten schon vorher ihr Training starten. Ein neuer Austro-Minisatellit soll im März losfliegen.
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