Zu dem Einsatz in Meidling wurden die Polizisten gegen 21.00 Uhr gerufen, weil Zeugen Schreie einer Frau in der Wohnung in der Längenfeldgasse gehört hatten. "Den Beamten wurde von einem aggressiven Mann die Tür geöffnet, welcher sofort eine Polizistin körperlich attackierte", berichtete Polizeisprecher Philipp Haßlinger. "Die Beamten setzten daraufhin Pfefferspray ein und nahmen den 44-jährigen türkischen Staatsangehörigen fest."

Bei der um Hilfe schreienden Frau handelte es sich um die 16-jährige Tochter des Mannes. Sie gab an, dass der 44-Jährige ihr gegenüber regelmäßig gewalttätig geworden ist. Die Jugendliche hatte die Vorfälle mit Bildern dokumentiert. Gegen ihren Vater wurde ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Die Mutter soll sich nicht in Österreich aufhalten.

Der Mann befand sich am Sonntag noch in Polizeigewahrsam, seine Einvernahme war noch ausständig. Er wird wegen mehrerer strafbarer Handlungen angezeigt - unter anderem wegen gefährlicher Drohung, fortgesetzter Gewaltausübung, Körperverletzung und Widerstands gegen die Staatsgewalt, berichtete Haßlinger. Die von dem 44-Jährigen attackierte Beamtin wurde nicht verletzt.

Um 14.40 Uhr waren weitere Polizisten von einer 52-Jährigen zu einem Wohnhaus in Floridsdorf gerufen worden, weil ihr Sohn mit einem Hammer auf sie losging. Die Frau wehrte die Attacke ab und flüchtete in eine Gartenhütte auf dem Grundstück. Die Sondereinheit WEGA nahm den 31-jährigen Kasachen in der Wohnung fest und stellte den Hammer sicher.

Zu dem Streit war es laut der Frau wegen einer Bagatelle im Haushalt gekommen. Ihr Sohn verweigerte die Aussage, er bekam ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot auferlegt. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wien wurde der 31-Jährige zudem in eine Justizanstalt gebracht. Die 52-jährige Mutter blieb unverletzt.

(S E R V I C E - Die Polizei betont, Ansprechpartner für jedes Opfer von Gewalt zu sein und keine Gewalt zu dulden, gleichgültig in welcher Form. Der Polizei-Notruf 133 ist jederzeit für Personen, die Gewalt beobachten oder von Gewalt betroffen sind, erreichbar. Auch der 24-Stunden Frauennotruf 01/71719 und der Frauenhaus-Notruf des Vereins Wiener Frauenhäuser 057722 sind rund um die Uhr besetzt. Das Landeskriminalamt Wien, Kriminalprävention, bietet zusätzlich Beratungen unter der Hotline 0800/216346 an.)