Das West-Nil-Virus wird in Österreich durch heimische Stechmücken übertragen. 2024 wurden 37 Erkrankungen dokumentiert. 19 dieser Patientinnen und Patienten wiesen schwere Verläufe auf, sie wurden im Krankenhaus behandelt. "Der deutliche Anstieg der Erkrankungsfälle zeigt, dass das West-Nil-Virus mittlerweile fest in Österreich etabliert ist", sagte Judith Aberle, Professorin für Virusimmunologie an der Medizinischen Universität Wien und Leiterin der Studie am Zentrum für Virologie.
Wien/Eisenstadt
Österreich verzeichnet Sprung bei Fällen von West-Nil-Virus
Eine Langzeitstudie des Zentrums für Virologie der Medizinischen Universität Wien zeigt einen deutlichen Anstieg von Erkrankungen durch das West-Nil-Virus in Österreich. Das gaben die Forschenden am Freitag bekannt. 2024 wurden mit 37 bestätigten Fällen so viele Infektionen registriert wie nie zuvor seit dem Erstnachweis im Jahr 2009. Besonders betroffen war erstmals auch das Nordburgenland, wo sich das Virus deutlich stärker ausbreitete als in den Jahren zuvor.
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