Über einen Zeitraum von zehn Jahren wurden die Daten im Stadtzentrum, am Stadtrand und im Umland gemessen. Dafür kamen hochsensible Sensoren auf Dächern und Türmen zum Einsatz, mit denen die Helligkeit des Nachthimmels überwacht wurde. Das Ergebnis fiel laut Aussendung deutlich aus: Lag der Anteil der gesamten Lichtverschmutzung in Wien durch die Straßenbeleuchtung im Jahr 2015 noch bei rund acht Prozent, reduzierte sich dieser 2025 auf weniger als zwei Prozent.

"Mit der schon weit fortgeschrittenen Umrüstung auf energiesparende LED-Lampen sparen wir nicht nur 60 Prozent der bisher benötigten Energie, sondern leisten einen Beitrag für Insektenschutz und Artenvielfalt. Mit der Umrüstung senken wir die Lichtverschmutzung der Straßenbeleuchtung nahezu gegen Null", betonte Sima. 80 Prozent der Lampen sind bereits getauscht, bis 2028 sollen auch noch die restlichen 20 Prozent ersetzt werden.

In Wien sind rund 2.800 Kilometer Straße mit 133.000 Beleuchtungselementen ausgestattet. Kommt dabei LED-Technologie zum Einsatz, können Fahrbahnen und Wege zielgerichtet beschienen werden. Der Nachthimmel wird - anders als bei den älteren Exemplaren - so gut wie nicht mehr erhellt. Die Wiener Leuchten wurden selbst entwickelt, wurde betont. Am Markt habe es keine Lösung gegeben, die den technischen und städtebaulichen Anforderungen einer Millionenstadt entspreche.

Man spare durch die Umstellung pro Jahr den Energiebedarf von rund 2.500 Haushalten ein, hieß es. Auch betreffend der Lebensdauer seien LED-Leuchten ihren Vorgängern "haushoch" überlegen, da sie bis zu 50 Mal länger halten. Ein Konzept gibt es auch für die Lichtfarbe: Geh- und Radwege oder naturnahe Bereiche erstrahlen in warmweiß. Bei der Straßenbeleuchtung kommt neutralweiß zur Anwendung.