Das schwärzeste Jahr in der Statistik bleibt 1972 mit 2.948 tödlichen Vorfällen. Im Vergleich dazu hat sich die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge in Österreich seit 1972 von 2,5 Millionen jedoch auf 7,4 Millionen im Vorjahr nahezu verdreifacht, berichtete das BMI am Neujahrstag in einer Aussendung. Der österreichweite Gesamtanstieg geht mit einem Anstieg an Todesopfern in sieben Bundesländern einher, die meisten gab es dabei mit 108 in Niederösterreich (2024: 84), gefolgt von Oberösterreich mit 73 (72) und der Steiermark mit 65 (63). Anstiege gab es auch in Tirol mit 44 (32), Kärnten mit 35 (30), dem Burgenland mit 19 (15) und Vorarlberg mit 14 (7) tödlichen Unfällen. Rückgängig waren die Zahlen hingegen in Salzburg mit 24 (28) und in Wien 15 (20).
Eine drastische Entwicklung zeigt die Verdoppelung der Zahl der getöteten Radfahrer und E-Bike-Lenker, die von 32 im Jahr 2024 auf 65 - davon 31 mit Elektro-Fahrrädern - im Vorjahr anstieg. Das bedeutet laut BMI langfristig die höchste Opferzahl seit dem Jahr 2002 mit 80 Getöteten. Zudem wurde auf die vermehrten Schwerpunktaktionen in diesem Detailbereich hingewiesen.
Mit 164 Pkw-Insassen, die 2025 ihr Leben lassen mussten, liegt dieser Fahrzeugtyp jedoch vorne. Bei den 81 getöteten Motorradfahrern waren 22 mit Leichtmotorrädern unterwegs. Auf die bereits genannten 65 Radfahrer folgen 53 Fußgänger und elf Lkw-Insassen (davon neun im Klein-Lkw). Acht Lenker von Zug- und Arbeitsmaschinen, sieben Mopedfahrer, sechs Lenker von E-Scootern und zwei sonstige Beteiligte komplettieren die Liste.
Die drei üblichen Hauptunfallursachen Unachtsamkeit/Ablenkung (30,5 Prozent), nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (25,3 Prozent) sowie Vorrangverletzung (16,6 Prozent) haben zusammen einen Anteil von über 70 Prozent. Fehlverhalten von Fußgängern (6,3 Prozent) oder gesundheitliche Beeinträchtigungen (4,5 Prozent) auf den weiteren Rängen liegen bereits im einstelligen Bereich. Alkohol, Drogen oder Medikamente waren bei 26 bzw. 6,8 Prozent der tödlichen Unfälle gegeben - hier wurden aber jeweils Rückgänge festgestellt.
Der Großteil der tödlichen Unfälle ereignet sich auf den ehemaligen Bundesstraßen (147 Getötete), gefolgt von Landesstraßen (114) und sonstigen Straßen (91). Die 45 Verkehrstoten auf Autobahnen und Schnellstraßen haben hier nur einen Anteil von 11,3 Prozent. Acht Kinder im Alter bis 14 Jahren kamen im Straßenverkehr 2025 ums Leben, 2024 verunglückten vier und 2023 sieben Kinder tödlich.
Der schwerste Verkehrsunfall des vergangenen Jahres ereignete laut BMI sich am 1. April 2025 auf der A2 Südautobahn im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich. Bei einem Auffahrunfall eines Pkw-Lenkers auf einen Sattelzug wurden damals fünf weibliche Pkw-Insassen aus der Ukraine getötet.