Um herauszufinden, wie das heimische Gesundheitssystem genutzt wird, analysierte das Team des Complexity Science Hub (CSH) Vienna und der Medizinischen Universität (MedUni) Wien rund 13 Millionen Krankenhausaufenthalte von vier Millionen Personen zwischen 2015 und 2019 in Österreich. Migrantinnen und Migranten, die hierzulande ohne österreichische Staatsbürgerschaft leben, weisen demnach deutlich geringere Hospitalisierungsraten auf - mit einer Ausnahme: Auf Deutsche entfallen pro Kopf die meisten Krankenhausaufenthalte.
Wien
Migranten seltener im Spital als Österreicher
Rund 20 Prozent der heimischen Bevölkerung haben keine österreichische Staatsbürgerschaft. Diese Personengruppe stellt allerdings nur 9,4 Prozent der Krankenhauspatientinnen und -patienten. Ähnlich niedrig ist der Anteil (9,8 Prozent) an den im Spital verbrachten Nächten. Sie nutzen also das Gesundheitssystem weniger, werden aber eher wieder aufgenommen, schreiben Wiener Forscher im "Journal of Migration and Health".
© APA (Hochmuth)