Die Ermittlungen gegen den Grazer waren seit 2024 gelaufen. Dabei bestätigte sich der Verdacht, dass sich der angeblich körperlich schwer Beeinträchtigte sein rechtmäßiges Einkommen durch Betrügereien auf gesamt rund 6.000 Euro pro Monat aufgebessert hatte. Er täuschte das Grazer Sozialamt seit 2018 bei der Auszahlung der Behindertenhilfe, war weder auf Rollstuhl noch Rollator angewiesen, urlaubte dafür längere Zeit in Thailand und ging wandern und Eisstockschießen.
Graz
Grazer erschlich sich 300.000 Euro an Sozialleistungen
Einen dreisten, jahrelangen Sozialleistungsbetrug eines Grazers haben Ermittler der "Task Force SOLBE" (Sozialleistungsbetrug) des Landeskriminalamts Steiermark aufgedeckt. Ein 61-Jähriger hatte unrechtmäßig Sozialleistungen aus der Behindertenhilfe bezogen, im Ausmaß von rund 300.000 Euro. Anonyme Hinweise aus seinem Umfeld hatten die Ermittler auf seine Spur gebracht. Geständig war er nicht, er wird angezeigt, teilte die Landespolizeidirektion am Freitag mit.
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