"Wieder einmal hat die Provinz Trient still und heimlich alles im Alleingang entschieden - ohne jemanden anzuhören, am allerwenigsten die Tierschutzverbände - und einzig ihre eigenen politisch-administrativen Interessen verfolgt. Ich hoffe, dass die betagte Bärin 'JJ4', die zwar schuldig, aber offensichtlich nicht verantwortlich für den tragischen Tod des jungen Joggers ist, ihre verbleibende Zeit im deutschen Tierheim besser verbringen kann als im 'Gefängnis' im Trentino, wo ich sie selbst besuchen konnte", erklärte Ex-Tourismusministerin und Parlamentarierin Michela Vittoria Brambilla.
Rom
Tierschützer-Kritik nach Verlegung von italienischer Bärin
Italienische Tierschützer haben am Montag kritisch auf den Beschluss der Trentiner Behörden reagiert, die Wildbärin "Gaia" im Wolf- und Bärenpark Schwarzwald in Deutschland unterzubringen. Die Wildbärin hatte 2023 in Italien einen Jogger getötet und sollte ursprünglich erschossen werden. Eine Gerichtsentscheidung verhinderte dies. Das auch "JJ4" genannte Tier wurde eingefangen und der Bärenpark erklärte sich schließlich bereit, sie aufzunehmen. Dort kam sie am Sonntag an.
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