Nach dem Kaiseradler wurde auf Feldern in Loipersdorf in der Gemeinde Gerersdorf (Bezirk St. Pölten) sowie Pummersdorf und Hafing, Ortschaften von St. Pölten, gesucht. Bei einer toxikologischen Untersuchung dreier Greifvögel, deren Mageninhalt und von Eiern wurde das verbotene Gift Carbofuran entdeckt. Der vom Kaiseradler abgetrennte GPS-Sender wurde in Ragelsdorf, einer Katastralgemeinde im Norden der Landeshauptstadt, gefunden. Er dürfte dorthin transportiert worden sein. Die am Sender gesicherten Spuren werden derzeit ausgewertet. Bei der Suche waren auch Kadaver- und Giftspürhunde sowie Polizeidrohnen im Einsatz.

Die Erhebungen laufen wegen vorsätzlicher Schädigung des Tier- oder Pflanzenbestandes. Sowohl beim Kaiseradler als auch bei den Rohrweihen handelt es sich um geschützte Vogelarten. Hinweise, die auf Wunsch auch vertraulich behandelt werden, zum Verbleib des Kaiseradlers und den vergifteten Eiern werden an das Landeskriminalamt (Tel.: 059133-30-3333) erbeten. Die Polizei ersuchte um erhöhte Vorsicht wegen etwaiger weiterer vergifteter Eier. Das Kontaktgift Carbofuran ist für Menschen und Tiere gesundheitsschädlich.