"Unser Ziel ist es, die Weichen für ein vorzeitiges Aus von Glyphosat in der EU zu stellen," erklärt Helmut Burtscher-Schaden, Umweltchemiker von GLOBAL 2000: "Die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat basierte auf einer Risikobewertung, die weder wissenschaftlichen noch rechtlichen Standards entspricht und die Menschen in Europa einem vermeidbaren und inakzeptablen Risiko aussetzt." Die NGOs legen dem Gerichtshof eine "Klage auf Nichtigerklärung" vor. Diese basiere auf einer umfassenden wissenschaftlichen und rechtlichen Analyse, welche gravierende Mängel im Bewertungsverfahren benenne. Der EuGH konnte den Eingang der Klage auf APA-Anfrage noch nicht bestätigen.
Brüssel
Umwelt-NGOs bringen Glyphosat vor Europäischen Gerichtshof
Mehrere europäische Umwelt-NGOs klagen gegen die weitere Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat in der EU vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH). Laut dem Pestizid-Aktions-Netzwerk PAN Europe und Partnerorganisationen habe die EU-Kommission Glyphosat erneut für zehn Jahre zugelassen, obwohl es "gravierende Mängel im Bewertungsverfahren" gab, heißt es in einer Aussendung vom Mittwoch. Dadurch würden "Gesundheits- und Umweltrisiken systematisch unterschätzt".
© APA/dpa