Am Mittwoch hatte sich auch Handelsminister Tomislav Momirović zu einem Rücktritt entschlossen. Er war zwischen 2020 und 2022 als Vorgänger von Vesic für die Infrastruktur zuständig.
Beim Einsturz des Vordachs waren 15 Personen getötet worden, zwei weitere überlebten, schweben aber weiterhin in Lebensgefahr. Das 1964 errichtete Gebäude wurde zwischen 2020 und 2024 zweimal renoviert und im Juli wiedereröffnet. Für die Renovierungsarbeiten waren zwei chinesische Firmen zuständig, engagiert wurden allerdings auch mehrere serbische Unternehmen, die laut Medienberichten für ihre guten Kontakten zur regierenden Serbischen Fortschrittlichen Partei (SNS) bekannt sind.
Das Unglück hatte zu massiven Protesten in Novi Sad und Belgrad geführt. Zuletzt wurde von Oppositionspolitikern seit Dienstag auch das Gerichtsgebäude in Novi Sad blockiert. Damit wollte man auf die mangelnden Fortschritte bei den Ermittlungen hinweisen.