Mit rund 52 Prozent der bei der Stichwahl abgegebenen Stimmen überflügelte Erdogan seinen Kontrahenten Kemal Kilicdaroglu knapp. Letzterer monierte mehrfach, dass das Land "den unfairsten Wahlkampf der letzten Jahre erlebt" habe und "alle Staatsmittel für eine politische Partei mobilisiert und einem Mann zu Füßen gelegt" wurden.
Außenpolitik
Forscher orten Manipulationen bei Erdogan-Wiederwahl
Anzeichen für Manipulation beim ersten Wahlgang zur Präsidentschaftswahl in der Türkei Mitte Mai erkannten Wiener Komplexitätsforscher erst kürzlich. Jetzt zeigen auch die Analysen zur Stichwahl am 28. Mai Unregelmäßigkeiten. Diese brachten Amtsinhaber Recep Tayyip Erdogan geschätzte 342.000 zusätzliche Stimmen, wie das Team des Complexity Science Hub (CSH) Wien in seiner am Preprint-Server "arXiv" veröffentlichten Studie schreibt.
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