Nehammer dämpfte die Erwartungen bezüglich Schengen. Der EU-Sondergipfel am 9./10 Februar habe Migration nicht Schengen zum Thema, sagte er. Der Kanzler forderte Investitionen in den Grenzschutz, eine Reduktion der Aufgriffe nicht registrierter Migranten sowie rasche Verfahren und mehr Rückübernahmeabkommen. Zwei Milliarden Euro wären notwendig, um den Grenzzaun auszubauen, sagte er. Nehammer bezog sich damit auf eine Kostenrechnung Bulgariens, wie er sagte.
Außenpolitik
Nehammer fordert von EU Geld für Grenzschutz in Bulgarien
Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) will von der EU-Kommission zwei Milliarden Euro zur Unterstützung für Bulgariens Grenzschutz einfordern. Bei einem Besuch mit Präsident Rumen Radew in Elchowo an der bulgarisch-türkischen Grenze forderte Nehammer am Montag außerdem EU-Rechtsänderungen, wie eine Zurückweisungsrichtlinie. Radew nannte den Ausschluss seines Landes aus dem Schengenraum "nicht gerecht". Er zeigte sich dennoch von einer raschen Lösung überzeugt.
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