Insgesamt seien in der Datenbank Profile von rund 16.000 Menschen zu finden, die nachweislich zum Opfer von NS-Zwangsforschung - unter anderem im Rahmen von medizinischen Experimenten in Konzentrationslagern - geworden sind. Zudem seien mehr als 13.000 Profile von Menschen dort eingepflegt worden, bei denen die Forschung noch nicht abgeschlossen sei. Angeführt werden auch Menschen, die unter dem Begriff "Euthanasie" Opfer von Krankenmorden wurden.
Halle/Wien
Neue Datenbank zeigt viele NS-Medizin-Opfer aus Österreich
Eine neue Online-Datenbank soll die Schicksale der Opfer erzwungener medizinischer Untersuchungen während der Zeit des Nationalsozialismus sichtbar machen. Die Sammlung enthalte Tausende Profile von Opfern und mutmaßlichen Opfern, teilten die deutschen Max-Planck-Gesellschaft und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina mit. Die Informationen offenbaren auch, wie stark Österreichs Institutionen als Täter mitbeteiligt waren und wie viele Opfer es hierzulande gab.
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