Weiterhin seien mehr als 200 Unternehmen direkt in der Ukraine tätig, die für Arbeitsplätze und Sicherheit in der Ukraine sorgen, erklärte die Außenministerin bei einer Pressekonferenz in Wien. "Es gibt viele hervorragende österreichische Unternehmen mit unglaublichem Know-how, das in der Ukraine gefragt ist." Anzengruber nannte die Bereiche nachhaltige Energie, Wasserkraft, Infrastruktur sowie Maschinenindustrie, Straßenbau, den Wohn- und Dienstleistungssektor und Versicherungs- sowie finanzwirtschaftliche Bereiche. Das Amt des Sonderkoordinators sei eine "herausfordernde und komplexe Aufgabenstellung". Er "fühle sich der österreichischen Wirtschaft nach wie vor verbunden", erläuterte Anzengruber seine Motivation. Er wolle unterstützen, dass die österreichischen Unternehmen ihr Potenzial wahrnehmen können. "Man muss sich vor Augen führen: Die Ukraine ist das zweitgrößte Land in Europa."
Wien
Ex-Manager Anzengruber zum Ukraine-Sonderkoordinator ernannt
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) hat am Mittwochnachmittag den österreichischen Sonderkoordinator für den Ukraine-Wiederaufbau vorgestellt: der ehemalige Verbund-CEO Wolfgang Anzengruber übernimmt diese Aufgabe ehrenamtlich. Es gehe um die Vernetzung von Unternehmen und Institutionen. Denn es sei "völlig klar", dass letztlich nicht die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler die Wiederaufbaukosten von geschätzten 500 Milliarden Euro aufbringen können, sagte sie.
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