Ried setzt auf Heimstärke, Austria will mehr

Duelle auf Augenhöhe darf man sich von den Samstag-Paarungen der Fußball-Bundesliga (8. Runde/alle 17.00 Uhr) erwarten. Der Tabellendritte Ried empfängt den WAC und setzt dabei auf seine Heimstärke. Die Wiener Austria könnte mit einem Heimsieg gegen Altach einen Sprung nach vorne machen, Admira hat Hartberg zu Gast. Der Schlager der Runde steigt am Sonntag (17.00) in Salzburg, Vizemeister Rapid gastiert beim Meister. Ab 14.30 Uhr spielen Sturm-Tirol und Klagenfurt-LASK.

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© APA/HANS PUNZ
 

Die SV Ried ist die Überraschungsmannschaft der bisherigen Saison. Die Innviertler holten aus den ersten sieben Runden elf Punkte und liegen damit auf Rang drei - diese Platzierung soll auch nach dem Heimspiel am Samstag gegen den WAC Bestand haben. In diesem Zusammenhang setzt Trainer Andreas Heraf auf den Faktor Heimvorteil, denn unter seiner Führung schauten aus acht Auftritten im Innviertel sechs Siege und zwei Unentschieden heraus.

Trotz der aktuellen Hochstimmung ist dem Wiener bewusst, dass schon bald ein Rückfall erfolgen könnte. "Wir hatten einen feinen Start, doch wenn man zweimal verliert, ist man gleich unter den letzten drei oder vier." In den Top sechs sei "normalerweise kein Platz für einen kleinen Verein wie Ried", betonte Heraf.

Der WAC kassierte zuletzt eine 1:3-Heimniederlage gegen den TSV Hartberg. In den drei vorangegangenen Runden hatten die Kärntner jedoch sieben Punkte ergattert. "Die erste Hälfte gegen Hartberg war wirklich nicht gut, aber davor sind die Dinge schon in die richtige Richtung gegangen", erklärte Trauner Robin Dutt und bat um Geduld. "Wir befinden uns noch ganz am Anfang. Vor uns ist eine Arbeit, die noch Monate, wenn nicht Jahre dauern wird."

Die Austria hofft nach dem ersten Erfolgserlebnis auf mehr. Dem befreienden Sieg beim LASK sollen weitere folgen. Angefangen mit dem SCR Altach am Samstag bekommen es die Wiener in den kommenden Runden noch mit Hartberg, dem WAC und der Admira zu tun. Trainer Manfred Schmid wollte die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Er sprach vor dem Altach-Spiel von einem "Duell auf Augenhöhe".

Altachs Damir Canadi streute dem Gegner und vor allem Schmid Rosen. Die Austria habe sich gegen den LASK (2:0) verdientermaßen belohnt. "Wenn man die Austria in den letzten Jahren verfolgt hat, hat Manfred es geschafft, eine gewisse Leidenschaft, eine gewisse Mentalität in dieses Team reinzubringen", sagte der gebürtige Wiener.

In Maria Enzersdorf steigt am Samstag ein Duell zweier Teams, die in der Vorwoche überraschende Auswärtssiege eingefahren haben. Die Admira behielt bei Rapid mit 2:1 die Oberhand, der TSV Hartberg bezwang den WAC in Wolfsberg 3:1. Dadurch dockten sowohl die Südstädter als auch die punktegleichen Hartberger im Tabellenmittelfeld an. Laut TSV-Coach Kurt Russ gibt es vor der Partie keinen Favoriten. "Das ist ein 50:50-Match, da kann alles passieren. Es wird auf Kleinigkeiten ankommen." Vor den Admiranern zeigte Russ Respekt. "Sie treten sehr giftig auf, machen viele Fouls, auch ganz vorne. Dadurch ist das Umschaltspiel gegen sie schwer."

Auch Andreas Herzog freute sich noch über den Erfolg über Rapid. "Aber das ist auch schon wieder vorbei, jetzt müssen wir nachlegen", forderte der ÖFB-Rekordteamspieler, dessen Club zuletzt keine gute Erfahrungen mit den Hartbergern gemacht hat. Die vergangenen sieben Spiele wurden allesamt vom TSV gewonnen.

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