Für Deutschland ist nach einem bereits bekannten Biontech-Lieferplan vorgesehen, dass in dieser Woche noch etwas mehr Impfstoff kommt - dann aber in der nächsten Woche vorübergehend deutlich weniger. Ab Anfang Februar soll die Zahl der Dosen dann über Plan liegen, wie das Bundesgesundheitsministerium erläutert hatte. Möglich ist dies auch, da jetzt sechs statt fünf Impfdosen aus einer Ampulle entnommen werden können. In den Bundesländern sind angesichts der Änderungen teils Terminplanungen verschoben worden. Bund und Länder hatten eine kurzfristige Information der Unternehmen kritisiert.

Biontech und Pfizer hatten Ende vergangener Woche mitgeteilt, sie müssten die Produktion einschränken, um die Kapazität des Werks in Belgien aufzustocken. Die Unternehmen hätten aber zugesichert, die für das erste Quartal bestellte Gesamtmenge zu liefern, bekräftigte der Kommissionssprecher.

Er begrüßte zudem, dass nach einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA nun sechs statt fünf Dosen aus jeder Ampulle gezogen werden können. Damit stünden kurzfristig mehr Dosen zur Verfügung, sagte der Sprecher. Die Lieferverträge der EU beziehen sich jedoch auf eine Gesamtzahl von Impfdosen. Letztlich liefern die Hersteller also nun weniger Ampullen, die abnehmenden Käufer machen aber kein unbezahltes Plus.