Ein Antrag der Bürgerliste, die Fiakerkutschen in der Stadt nach Auslaufen der aktuellen Standplatzgenehmigungen ab dem Jahr 2023 überhaupt abzuschaffen, fand hingegen keine Mehrheit. Der Gemeinderat hat zudem beschlossen, die fünf Fiaker-Unternehmen in Salzburg mit ihren derzeit 67 für Fahrten eingesetzten Pferden für Ausfälle im zweiten Lockdown mit einer Covid-19-Hilfe in der Höhe von 105 Euro pro Pferd zu unterstützen.

Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) zeigte sich in einer Stellungnahme erfreut über die neue Regelung. "Jetzt ist auch die Stadt Wien gefordert, nachzuziehen", erklärte Georg Prinz vom VGT. Hier gelte nach wie vor die veraltete 35-Grad-Regelung, die Bundeshauptstadt stehe damit auch im internationalen Vergleich alleine auf weiter Flur. Ziel sei eine Verbesserungen für Wiens Fiakerpferde, langfristige müsse - in Salzburg wie in Wien - aber ein Konzept zum völligen Ausstieg aus Pferdekutschen und zur Förderung tierfreundlicher E-Kutschen vorgelegt werden.