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Mindestens sieben Tote bei Anschlag in Ost-Afghanistan

Bei einem Autobomben-Anschlag im Osten von Afghanistan sind mindestens sieben Geheimdienstmitarbeiter getötet worden. 40 Menschen seien verletzt worden, teilte die Regierung der Provinz Ghazni am Montag mit. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. Die Bombe sei in einem Geländewagen vor dem Regionalbüro des Geheimdienstes in Ghazni platziert gewesen, sagte der Sprecher der Provinzregierung.

 

Die radikalislamische Gruppe mahnte nach dem Ende des Machtkampfs in Kabul zugleich einen weiteren Gefangenenaustausch sowie den Beginn von Friedensverhandlungen an. Der geschäftsführende Innenminister, Massoud Andarabi, äußerte am Montag die Hoffnung, dass die Taliban weiter an geplanten innerafghanischen Friedensverhandlungen festhielten. "Wir kämpfen nur für den Frieden", sagte Andarabi. Der Chef des Inlandsgeheimdienstes warf den Taliban eine weitere Eskalation vor. "Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich die Führung der Taliban dem Frieden verpflichtet fühlt", sagte Ahmad Sia Saraj.

Präsident Ashraf Ghani und sein Erzrivale Abdullah Abdullah hatten am Sonntag ihr monatelanges Ringen um die Macht beendet. Abdullah soll als Vorsitzender des Nationalen Aussöhnungsrates die geplanten Friedensgespräche mit den Taliban leiten. Beide Politiker hatten nach der Wahl vom vergangenen Jahr den Sieg für sich reklamiert und sich im März als Staatschefs vereidigen lassen.

Die afghanische Regierung und die Taliban verhandeln seit Anfang April über einen Austausch ihrer Gefangenen, der aber nur schleppend in Gang kommt. Der Austausch von Gefangenen ist zentraler Bestandteil des Abkommens zwischen den USA und der radikalislamischen Miliz zur Beendigung des jahrelangen bewaffneten Konflikts in Afghanistan. Das Abkommen sieht vor, dass bis zu 5.000 gefangene Taliban-Kämpfer und bis zu tausend verschleppte afghanische Soldaten freikommen.

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