Einen besonderen Schwerpunkt bei der Wiederaufnahme des Unterrichts wünscht Kometter sich bei jenen Schülern, die über Fernunterricht nur schlecht oder gar nicht erreichbar waren und die nun besonders viel Nachholbedarf haben. "Mit ihnen soll mehr geübt werden, wir dürfen hier wirklich kein Kind zurücklassen". Sie setzt hier auch auf die angekündigten Summerschools, um bis zum Herbst alle Schüler "wieder auf einen einigermaßen gleichen Level zu bringen".

Bedenken hat sie dennoch: Es gebe sehr viele Lehrer, die in eine Risikogruppe fallen. Hier haben die Eltern Sorgen, ob dennoch allen Schulen ausreichend Lehrer zur Verfügung stehen. Vor allem Klein - und Kleinstschulen hätten zudem nicht die Möglichkeit, den Abstand im Klassenzimmer zu gewährleisten. Hier ermögliche das milde Wetter allerdings, über Alternativen wie Outdoor-Unterricht nachzudenken.

Mit dem "Hygienehandbuch" des Bildungsministeriums wird man aus ihrer Sicht gut arbeiten können, auch wenn die Umsetzung gerade bei kleineren Kindern eine Herausforderung sein werde. Wichtig ist aus Kometters Sicht außerdem, dass die Schulen einen gewissen Vorrat an Mund-Nasen-Schutz auch für Schüler bereithalten, falls deren eigener Mundschutz nicht mehr verwendbar ist. Kometter ist optimistisch, dass es an den Schulen die entsprechende Ausstattung mit Schutzmaterial wie Desinfektionsmittel geben wird. "Noch ist genug Zeit, das alles bewerkstelligen zu können."