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Fragile Waffenruhe in Libyen

In Libyen hat es nach UNO-Angaben mehr als 850 Verstöße gegen die Mitte Jänner ausgehandelte Waffenruhe gegeben. Eine "Waffenruhe" gebe es nur vom Namen her, kritisierte die amtierende UNO-Sondergesandte für Libyen, Stephanie Williams, am Donnerstag. Allein in der vergangenen Woche seien acht Zivilisten getötet und 49 weitere bei heftigen Kämpfen verletzt worden.

 

Besonders besorgt zeigte Williams sich über die eskalierende Gewalt in dem nordafrikanischen Land. In der Nacht auf Donnerstag aufgekommene Berichte über den möglichen Einsatz chemischer Waffen nannte Williams "besorgniserregend". Libyen sei zu einem Experimentierfeld für neue Waffen geworden, sagte die UNO-Sondergesandte weiter. Dazu zählten unter anderem explodierende Drohnen. Einige Länder, die mit am Verhandlungstisch gesessen hätten, würden weiter unverhohlen das Waffenembargo verletzen.

Seit neun Jahren tobt in Libyen ein heftiger Bürgerkrieg. Die Kämpfe rund um die Hauptstadt Tripolis hatten sich zuletzt intensiviert. Längst ist der Konflikt international eskaliert und zahlreiche Staaten unterstützen eine der Konfliktparteien.

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