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USA im WM-Halbfinale - Momente für Rapinoe

Wieder ist es dem Gastgeber-Team nicht gelungen, bei der Fußball-WM ins Halbfinale vorzustoßen. Am Freitag erwischte es die Französinnen, die im Anschluss an das 1:2-Aus gegen das US-Team bittere Tränen vergossen. Die Schlagzeilen gehörten aber erneut US-Stürmerstar Megan Rapinoe, die im Pariser Prinzenpark WM-Geschichte schrieb.

© APA (AFP)
 

Die Heldin des Spiels war schnell gefunden. Rapinoe, die 33-jährige Leaderin der US-Amerikanerinnen erzielte vor knapp 46.000 Zuschauern erneut beide Treffer (5., 65.). "Wenn junge Spielerinnen ins Team kommen, sage ich ihnen immer, sie sollen sich an Megan wenden, wenn es um große Momente geht. Denn sie verkörpert wie keine andere die Einstellung, niemals aufzugeben. Sie liebt und lebt für solche Momente", schwärmte US-Trainerin Jill Ellis.

Für Frankreich war der Treffer Wendie Renards (81.) zu wenig. Wie bei den vergangenen drei Frauen-Weltmeisterschaften war für den Gastgeber im Viertelfinale Endstation. Die USA hingegen gehören auch bei der achten WM zum achten Mal mindestens zu den besten vier Teams. Sie gelten in Lyon am kommenden Dienstag (21.00 Uhr) gegen England als Favorit.

Natürlich auch dank Rapinoe, die, von verbalen Kleinkriegen mit US-Präsident Donald Trump scheinbar völlig unbeeindruckt, erneut doppelt traf. Sie ist nun die erste Spielerin der WM-Geschichte, der ein Doppelpack in zwei aufeinanderfolgenden K.o.-Spielen gelang.

Nach dem Einzug ins Viertelfinale hatte sie weltweit für Schlagzeilen gesorgt, als ein Video im Internet auftauchte, in dem sie mit einer abschätzigen Äußerung über das Weiße Haus ("Ich gehe nicht in das beschissene Weiße Haus") auch Trump abkanzelte. Die Offensivspielerin bezieht immer wieder politisch Stellung und macht sich damit nicht nur Freunde. Trump lud sie und ihr Team prompt in den Regierungssitz ein, egal ob das Team gewinnt oder verliert. Es gewann. Und die Chancen stehen gut, dass Rapinoe, Alex Morgan und Co. als frisch gebackene Weltmeisterinnen vorbeischauen.

"Hoffentlich wird das ein Riesenspektakel. Ein riesiger Medienzirkus. Ich hoffe, es wird großartig und verrückt", hatte Rapinoe am Freitag vor dem Spiel erklärt. Vor einer Partie, die von vielen Experten und Fans als vorweggenommenes Finale bezeichnet worden war. Als es darauf ankam, war Rapinoe wieder zur Stelle, Chefsache eben. "Sie ist eine große Persönlichkeit, auf und abseits des Feldes", betonte Coach Ellis. "Und sie blüht in solchen Momenten einfach mit jeder Faser ihres Körpers auf."

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